
Heinrich Bullinger: Vortrag, Führung und Apéro
Donnerstag, 3. September 2026, 19.00 Uhr
Reformierte Kirche Baden
Rund um die reformierte Kirche Baden und auch im Kirchenschiff in Baden stehen bis Mitte September gschpässige Holzfiguren rund um das Leben von Heinrich Bullinger. Was hat es mit ihnen auf sich?
Im Januar 1523 nahm der knapp 19-jährige, aus Bremgarten AG stammende Heinrich Bullinger die von Abt Wolfgang Joner angebotene Stelle als Lehrer im Kloster Kappel an. Bevor er das tat, machte er aber «einen Bullinger»: Er überschlief das ganze noch einmal. Dasselbe tat er, als er 1531 den Ruf als Nachfolger Zwinglis an das Grossmünster in Zürich bekam. Er schlief nochmals drüber! Dann erst nahm er die Stelle dann an. Mit Heinrich Bullinger verbreitete sich rasch humanistischer und reformatorischer Geist unter den Mönchen und in der Region – seit Beginn in deutscher Sprache. Am 29. März 1526 feierten sie zum ersten Mal Abendmahl auf reformierte Weise und legten die Mönchskutten ab. 1527 übergaben sie das Kloster der Stadt Zürich.
Was vor 500 Jahren geschah, hat die Neugier von Künstler Peter Leisinger geweckt. Seit dem Spätsommer 2025 sind verschiedene Holzfiguren entstanden. Müde Mönche, aufgeweckte Schüler, der dialogbereite Abt Joner, kritische Ratsherren, Bullinger als Knabe oder Bursche oder Gelehrter: alle haben sie starke Ausdrücke und laden zur Interaktion ein. Man bekommt Lust, mit ihnen zu kommunizieren.
Damals war unendlich wichtig, was uns heute ganz selbstverständlich erscheint, nämlich dass jeder Mensch glauben kann, was er will. Die Badener Disputation war auch ein Meilenstein in dieser Geschichte.
Die Männergruppe der Kirchgemeinde war von einem Jahr zu Besuch im Kloster Kappel. Dort hat sie sich intensiv mit Heindrich Bullinger auseinandergesetzt. Wir sind stolz, dass wir diese tolle Ausstellung vom Kloster Kappel nach Baden bringen können, bevor sie weiterwandert nach Dietikon. Am Donnerstag, 3. September laden wir zu einem Vortrag, zu einer Führung und zu einem Apéro ein. Die Ausstellung kann auch selbständig mit einem Audioguide besucht werden.
Eine erste Führung findet im Rahmen des Stadtpicknick-meets-Foodsavebankett am Samstag, 22. August, um 18 Uhr durch Pfarrer Res Peter statt.
Ein Gottesdienst zum Thema Bullinger findet am Sonntag, 30. August, 10.15 Uhr in der reformierten Kirche Baden statt. Die anschliessende Führung gegen 11.30 Uhr.
Am 3. September findet um 19 Uhr ein Vortrag von Gerhard Gindely von der Männergruppe Baden plus statt und eine halbstündige Führung von Kurt Düsel und Pfarrer Res Peter. Danach wird an einem Apéro wie an einer Vernissage ausgetauscht.
Audioguide: Die Ausstellung kann auch selbständig angeschaut werden. Es gibt dazu einen Audioguide, der jedoch für die Ausstellung im Kloster Kappel entwickelt wurde. Scannen Sie den Code, oder benutzen Sie diesen Link und nehmen Sie Ihre Kopfhörer mit. Laufen Sie dann einfach rund um die Kirche und in die Kirche. Sie werden die beschriebenen Figuren selbst entdecken. (Es sind jedoch nicht alle Figuren nach Baden gekommen: Es fehlt z.B. ein grosser Wagen und die Figuren, die von einem Beamten gebüsst werden, weil sie Bullinger von Cham aus predigen hören gingen.)
Die Figuren in der Kirche sind zu den normalen Öffnungszeiten der Kirche (Mo-Fr, 9.00 bis 18 Uhr) zu besichtigen.
Die Figuren bleiben auch im ersehnten Regen stehen. Die Bevölkerung ist aufgerufen, gemeinsam auf die ungeschützten Figuren zu achten und zu schauen. Sie sind eindrücklich! Frau Ilona Scherer vom Badener Tagblatt hat auch einen schönen Artikel geschrieben. Danke, Frau Scherer!
Die Figuren stehen bis zum 10. September. Dann wird Kurt Düsel um 18:30 Uhr die letzte Führung machen.
Danach ziehen sie weiter nach Dietikon.
Kuratiert wird die Ausstellung von Bernhard Bösch.
Flyer BullingerNZZ 1. April 16 Elena PanagiotidisBericht Rundschau
